Papier mit und ohne Strom

Alternatives Konsumieren von Text und Bild

Seit Mitte der 90er-Jahre gibt es das von Adobe initiierte PDF-Dateiformat. Schon mit dem Aufkommen und der wachsenden Verbreitung dieses Formates prognostizierten Fachleute einen starken Rückgang der gedruckten Werke zugunsten der digitalen Leseformate. Mit der Auslieferung des ersten eBook-Readers, des berühmten Kindles von Amazon im Jahre 2007, wurden diese Prognosen wieder aktuell und seit dem Durchbruch des iPads von Apple 2010 sind digitale Leseformate und die langsame Verdrängung gedruckter Werke Realität.

Leseverhalten im Wandel
Fakt ist, dass sich das Leseverhalten der Menschen in den vergangenen Jahren durchaus in die digitale Richtung weiterentwickelt, aber sich vom gedruckten Werk noch längst nicht komplett entfernt hat.

Marktanalysen belegen, dass ein Anstieg von Verkäufen von eBooks und anderen digitalen Medien zu verzeichnen ist. Im deutschsprachigen Raum wurden im ersten Halbjahr 2011 ca. 12,9 Millionen Euro Umsatz erzielt. Immer mehr Menschen nutzen somit mobile Geräte wie Tablets, Smartphones oder eReader als auch die App-Versionen dieser Geräte (z.B. die Kindle-App) zum Konsumieren digitaler Inhalte. Wobei die Nutzung der eReader aus heutiger Sicht stark zurückgeht, da der Mehrnutzen der Tablets bei den Usern überwiegt.

Die Anzahl der in Deutschland genutzten Smartphones hat sich in den letzten zwei Jahren mehr als verdoppelt, die Anzahl der Tablets hat sich sogar verfünffacht! Normale Desktop PCs haben dagegen eher einen rückläufigen Verlauf und die Anzahl der mobilen Laptops blieb nahezu konstant.

Gesteigerte Verbreitung durch mobile Leser
Inzwischen nutzen mehr als 50 Prozent der Deutschen das mobile Internet. Bei der Art der Nutzung stehen an erster Stelle Instant Messenger und E-Mail, aber auch das Konsumieren von Informationen aus Fachliteratur und Belletristik nimmt einen Platz in den oberen Rängen ein.

Durch den erhöhten Verbreitungsgrad von Tablets und Smartphones ist der Einsatz eines ePapers, eMagazines oder eSell.catalogues ein wichtiger Schritt in Richtung Mehrnutzung eines Printprodukts, der durch die Möglichkeit des Downloads und anschließendem Offline-Lesens noch verstärkt wird.

Digital lesen, wo und wann man möchte. (Bild: clipdealer)
Leseverhalten im Wandel - Digital lesen, wo und wann man möchte.

Generell lässt sich sagen, dass Besitzer eines mobilen Endgerätes im Verhältnis mehr lesen als die, die noch kein solches Gerät ihr eigen nennen können.

 

Aber mal von vorn: Was sind ePaper und Co.?
Hier eine Übersicht:

  • Ein ePaper ist die Umsetzung eines Druck-PDFs in eine blätterbare Ansicht, die sich im Idealfall auf allen PCs sowie Tablets und Smartphones anschauen und nutzen lässt. Suchfunktionen, Thumbnailansichten, Registerkarten und eine Downloadfunktion runden das System ab.
    Vorteil: Die Inhalte und auch das gedruckte Werk selber lassen sich über diesen Weg schnell und einfach publizieren. Und durch die Anbindung an einen App-Store können z.B. Magazine mithilfe einer Kiosk-App verteilt werden (z.B. an Abonnenten).
    Beispiel: http://www.igbce.de/mitglieder/kompakt/kompakt-ebooks-2015/
    Wichtig: der Gebrauch der Begriffe "eBook" und "ePaper" ist manchmal irreführend. Die Technik, Erstellung und Vermarktung von eBooks sind komplexer als die der ePaper und erfordern andere Vertriebsmodelle. Das eBook ist ein elektronisches Buch (engl. electronic book) und bezeichnet Bücher in digitaler Form, die auf eBook-Readern oder mit spezieller Software auf PCs, Tablets oder Smartphones gelesen werden können. Eigenschaften des klassischen Buches werden häufig nachgebildet und durch Möglichkeiten elektronischer Medien ergänzt. (Quelle: Wikipedia)
  • Bei einem eMagazine handelt es sich um die optimierte Bildschirm-Ausgabe von Inhalten eines Magazins, sodass sie online auf einem Browser am PC, einem Tablet oder einem Smartphone betrachtet und genutzt werden können. Dem Leser sollen die Möglichkeiten zuteilwerden, die für ihn interessanten Themen jederzeit konsumieren zu können, auch wenn er die Printversion gerade nicht griffbereit hat.
    Vorteil: Herausgeber eines Magazins können mithilfe eines eMagazines eine detaillierte Auswertung erfahren, welche Seiten und welche Artikel besonders oft von den Lesern angeklickt werden. Zusätzlich lassen sich die Artikel und Inhalte mit multimedialen Inhalten wie Videos oder Podcast erweitern!
    Beispiel: http://tk-aktuell.tk.de/tk-aktuell-1-2015/
  • Der eSell.catalogue ist die umfangreichste Variante. Die blätterbare Ansicht wird durch eine vollwertige Bestellfunktion ergänzt, inkl. Bezahlung oder Übergabe an den eigenen Webshop. Vereinfacht könnte man sagen, eine Kombination aus ePaper und Webshop.
    Vorteil: Die Erträge aus den Verkäufen eines gedruckten Kataloges lassen sich durch den Einsatz eines digitalen Kataloges mit Warenkorbfunktion steigern.
    Beispiel: http://epaper.bw-h.de/dfb/magalog2014/ oder https://www.topp-kreativ.de/epaper/2015-01/

Für wen lohnt sich der Einsatz?
Aus den erwähnten digitalen Umsetzungsmöglichkeiten eines Druck-PDFs lässt sich erkennen, dass sich der Bedarf der Nutzer in den vergangenen Jahren stark in Richtung der mobilen Nutzung weiterentwickelt hat. Und dieser Trend wird noch weiter wachsen. Die Verbreitung der Smartphones und Tablets wird weitersteigen und somit auch die Anzahl der Personen, die online und von unterwegs auf Inhalte zugreifen möchten, die sie sonst nur im gedruckten Format erhalten würden.

Fazit: Der Einsatz von ePapern und Co. ist durchaus bei der Produktion einer gedruckten Publikation zu berücksichtigen. Entweder weil dadurch eine vermehrte Verbreitung der interessanten Inhalte angestrebt werden kann oder weil sich durch den Einsatz eines eSell.catalogues der zu erzielende Gewinn durch die Verkäufe direkt aus dem Katalog steigern lassen.

Außerdem interessant: www.buecher.de/go/special/ebook-vs-buch/
Und es geht auch anders: Experience the power of a bookbook™



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Über den AutorTobias Knief ist als ehemaliger Kommunikationsgenosse zuständig für Prozessoptimierung. Er ist IT-affin, kommunikationsstark und hat immer den Blick über den Tellerrand.
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