Altenhilfe auf Social Media-Kanälen / Wilfried Iven

Social Media für Fachverlage - Altenpflege

Die Notwendigkeit einer angepassten Online-Kommunikation (1)

Der Bereich der Online-Kommunikation rückt für Fachverlage immer weiter in den Fokus. Für direktes Feedback von Lesern, digitale Mehrwerte und als indirekte (und auch manchmal sehr direkte) Werbeplattform. BWH befragt Fachverlage nach ihren Erfahrungen in der praktischen Umsetzung.

Interview mit Ingolf Schwarz, Kaufmännischer Bereichsleiter Altenhilfe, Vincentz Network

Sie sind mit Ihrem Verlagsbereich „Altenpflege“ bei Facebook sehr aktiv. Was ist der Auslöser gewesen, sich im Social Media so aktiv zu beteiligen?
Schwarz: Die Intention ist es, unseren Kunden eine Austauschplattform zu ermöglichen und diese Plattform im Sinne der Kundeninteressen konstruktiv zu steuern. So gelingt es unseren Kunden, für sie wertvolle Informationen aus dem Netzwerk zu ziehen. Zu unserem Unternehmen wird durch diesen Austausch eine engere und interaktive Beziehung aufgebaut. Social-Media-Plattformen wie Facebook oder XING bieten zudem, je nach Zielgruppe, die Möglichkeiten, Hemmschwellen abzubauen und Kontakt aufzunehmen, um z.B. Lob und Kritik zu äußern oder Anregungen zu geben.

Nutzen Sie besondere Aktionen für mehr Aufmerksamkeit und Beteiligung?
Schwarz: Den Fans bieten wir fachliche Informationen auf schnellstem Wege, die über die Berichterstattung in unseren Publikationen hinausgehen. Dazu die Möglichkeit, sich zu äußern und sich in einem aktiven Dialog an den Themen zu beteiligen.
Natürlich nutzen wir u.a. auch unsere eigenen Medien und Veranstaltungen, um crossmedial auf die Social-Media-Möglichkeiten aufmerksam zu machen.

Altenpflege bei Facebook
Altenpflege bei Facebook

Wie ist das Social-Media-Thema intern organisiert? Es gibt ja verschiedene Ansprechpartner pro Medium. Wird das nebenbei mit abgedeckt?
Schwarz:
Um die Organisation unserer Social-Media-Kanäle so einfach wie möglich zu halten, bedarf es klarer Strukturen. Ein entsprechend ausgearbeiteter Postingplan ist bei Facebook hierzu unabdingbar.
Im Vincentz Network ist dieser so gestaltet, dass an festgelegten Tagen ausgewählte Redakteure Beiträge zu aktuellen Nachrichten veröffentlichen und Mitarbeiter der Abteilungen Marketing und Veranstaltungsdienste über neue Produkte oder Veranstaltungen informieren.

Sehen Sie das als Trend, der verfolgt werden muss, um die Zielgruppe zu erreichen? Über die Messbarkeit von Social-Media-Aktivitäten wird ja oft diskutiert. Ziehen Sie regelmäßig Bilanz?
Schwarz:
Wie in vielen wirtschaftlichen Prozessen herrscht auch im Bereich Social Media ein ständiger Wettbewerb um Follower und deren Aufmerksamkeit. Nur wer auf lange Sicht durch attraktive Beiträge und Austauschmöglichkeiten das Interesse seiner Zielgruppe dauerhaft für sich gewinnt, kann in den sozialen Netzwerken punkten.
Aufgabe der jeweiligen Tools ist es hier, den Unternehmen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie den Erfolg ihrer Bemühungen messen können. Facebook bietet hier bislang die meisten Ansätze, mehr über die Fans einer Fanpage zu erfahren und einzelne Beiträge auf Attraktivität und Effektivität hin zu bewerten. Klar ist aber auch, dass die Social-Media-Aktivitäten einen ständigen Lernprozess für Unternehmen darstellen.

„Und ganz wichtig: Löschen Sie niemals für Sie unbequeme Kommentare. Nutzen Sie diese und reagieren Sie wortgewandt.“

Ingolf Schwarz, Kaufmännischer Bereichsleiter Altenhilfe, Vincentz Network


Welche Empfehlungen können Sie anhand Ihrer Erfahrungen anderen Fachverlagen geben?
Schwarz: Ganz klar können wir jedem Unternehmen nur empfehlen: Haben Sie keine Angst vor dem Thema Social Media. Nutzen Sie die Kanäle für sich und sehen Sie Social Media als Chance, mit Ihrer Zielgruppe in Kontakt zu treten, diese zu vernetzen und mehr über Ihre Kunden zu erfahren.

Wichtig hierbei ist zu wissen, auf welchen Social-Media-Plattformen sich Ihre Kunden am liebsten bewegen. Wo sind sie präsent oder möchten dies sein? Über welche Ansätze erreichen Sie Ihre Zielgruppe? Ist es Facebook, XING, Twitter …?

Machen Sie sich eine Strategie, was Sie posten möchten. Ein Postingplan hilft hier sehr. Überlegen Sie sich im Vorfeld, wie Sie mit Ihren Followern in Kontakt treten möchten. In der Regel spricht man sich z.B. bei Facebook mit „du“ an. Überprüfen Sie die Einstellungen Ihrer Fanpage. Was möchten Sie zulassen? Was vielleicht nicht?

Und ganz wichtig: Löschen Sie niemals für Sie unbequeme Kommentare. Nutzen Sie diese und reagieren Sie wortgewandt. Zeigen Sie, dass Sie mit Kritik umgehen können und Sie werden garantiert als Gewinner hervorstechen.

 

Altenpflege bei Facebook: www.facebook.com/Altenpflege

Dieses Interview führte Jessica Weigel mit Ingolf Schwarz von Vincentz Network im Mai 2013.

Vincentz Netzwork
1893 von Curt Rudolf Vincentz als Fachverlag gegründet. Für die Kunden ist Vincentz Network der führende Informationslieferant und Kontaktmittler in verschiedenen Fachbereichen (Altenhilfe, Häusliche Pflege, Lackindustrie, Karosseriebau, Technischer Handel, Lackiergewerbe, Holzheimwerken) engagiert und mehr als ein Verlag. Mit Zeitschriften, Büchern und Videos, Messen, Kongressen und Seminaren. In Deutschland und weltweit.



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Über den AutorJessica Weigel kümmert sich um Digitales Publizieren und die Projekte im Haus BWH – von der Wissensbilanz, über Publishing Services bis zum qualifizierten Projektmanagement. Außerdem ist sie reiselustig und festivalerfahren.
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