Augmented Reality verstehen und richtig einsetzen

Augmented Reality verstehen und richtig einsetzen

Welchen Mehrwert hat Augmented Reality für meine Kunden und welche Chancen für mein Unternehmen?

Es ist derzeit ein brandaktuelles Thema: Augmented Reality (AR). Die Medien berichten beinahe täglich über neue AR-Apps. Innovationsgrößen wie Google, Facebook und Apple widmen sich dem Thema, auf Messen werden die neuesten AR-Trends präsentiert und Agenturen für AR werden gegründet. So richtig ins Rollen gekommen ist die Thematik im Sommer 2016 durch das Spiel Pókemon GO. Aber Augmented Reality ist viel mehr als nur eine Basis für Spiele.

Haben Sie schon mal überlegt, das Thema Augmented Reality mit Ihrem Unternehmen in Verbindung zu bringen?

Nein? Dann gehören Sie momentan noch der Mehrheit an. Denn der Name „Augmented Reality“ birgt zunächst hohe Komplexität und großen technischen Aufwand. Das wiederum lässt hohe finanzielle Ausgaben assoziieren. Nicht zu vergessen die Ungewissheit: Lohnt sich die Investition? Wird sie von meinen Kunden angenommen?

In diesem Artikel räumen wir mit Stereotypen auf, erklären, was AR ist und was sie kann, wo sie Einsatz finden und wie auch Ihr Unternehmen von AR profitieren kann.

Was ist Augmented Reality?

Augmented Reality wird übersetzt mit „erweiterte Realität“.

AR bedeutet, dass die reale Welt mit virtuellen Objekten erweitert wird.

Dazu benötigt der Benutzer also lediglich ein mobiles Endgerät mit einer entsprechenden App und einen augmentierten Gegenstand (Träger). Dieser Gegenstand kann beispielsweise eine Zeitschrift, ein Katalog, ein Plakat oder eine bedruckte Verpackung sein. Hält der Benutzer die Kamera des mobilen Endgerätes auf den augmentierten Gegenstand, so kann dieser Gegenstand zum Leben erwachen. Der Benutzer sieht auf dem Display des mobilen Endgerätes durch die Kamera das reale Bild seiner Umwelt, das mit virtuellen Objekten angereichert wird. So kann ich zum Beispiel das Sofa aus dem Möbelkatalog in mein Wohnzimmer projizieren – zumindest auf dem Display meines Endgeräts.

Diese virtuellen Objekte können Fotos oder Videos, aber auch Buttons mit Verlinkungen und eben 3D-Animationen wie das Sofa im Wohnzimmer sein. Sie liefern dem Benutzer Zusatzinformationen zum vorliegenden Printprodukt, die ihn über das Printprodukt selbst nie erreichen würden.

Grob zusammengefasst sind für AR also drei Gegenstände wichtig:

  • ein Träger in Form eines Printproduktes
  • ein mobiles Endgerät
  • eine AR-App


Es wird ein Printprodukt als Trägerelement und ein Smartphone mit AR-App benötigt.
Foto: pixabay.com
Augmented Reality verstehen und richtig einsetzen - Print als Trägerelement und Smartphone mit App // Foto: pixabay.com

Warum sollte ich als Unternehmen in Augmented Reality investieren?

AR kann viel mehr sein als nur eine Spielerei. AR kann Ihr neues Marketinginstrument werden, Ihr ergänzender Absatzkanal, Ihre Werbemaßnahme.

Augmented Reality kann Ihre Kunden näher an Ihr Unternehmen binden.

AR bringt Ihrem Kunden einen Mehrwert – und das auf spielerische Art und Weise. So kann beispielsweise der Abonnent Ihres Reisemagazins einen Artikel über die Afrika-Reise Ihres Autors lesen und sich über AR ergänzend Reisefotos und -videos anschauen. Wie wäre es, wenn Ihr Leser sogar die Möglichkeit hat, auf die Reiseroute Ihres Autors interaktiv zuzugreifen? Oder wenn er mit einem Klick die neueste Ausgabe Ihres Reiseführers bestellen kann? Vielleicht findet er den Artikel so spannend, dass er ihn über einen kleinen integrierten Button in seinen sozialen Medien teilen möchte. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.


Augmented Reality als Werbeinstrument und den Benutzer auf Elemente interaktiv zugreifen lassen.
Foto: pixabay.com
Augmented Reality verstehen und richtig einsetzen - auf Elemente interaktiv zugreifen // Foto: pixabay.com

Der Leser wird durch die Integration von AR in Ihrem Printprodukt neugierig gemacht. Er weiß nicht, was ihn erwartet. Deswegen probiert er aus und lässt sich von Zusatzinformationen überraschen.

Der Leser befindet sich mitten in der Customer Journey und findet keinen Medienbruch vor, denn die beiden Medien „Printprodukt“ und „mobiles Gerät“ verschmelzen miteinander.

Er legt das Printprodukt daher nicht zur Seite, sobald er sein Smartphone zückt, um zusätzliche Informationen zu erhalten, sondern setzt sich sogar noch intensiver mit dem Printprodukt auseinander. Er erhält die Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort über das Medium, das er für die Informationsbeschaffung sowieso verwendet hätte – und das völlig ohne Googeln. So profitiert er von dem Mehrwert der Technologie „Interactive Print“.

Wie baue ich ein stärkeres Verhältnis zu meinem Kunden auf?

Die oben genannten Beispiele sind praxisorientiert, aber die Werbewirkung von AR kann auch durch die Theorie belegt werden.

Das Thema Augmented Reality wird sehr stark durch die Neurowissenschaften geprägt – Stichwort „Multisensorisches Marketing“. Beim multisensorischen Marketing werden durch Marketingmaßnahmen möglichst alle fünf Sinne des Menschen (Hören, Riechen, Sehen, Tasten, Schmecken) angesprochen, denn je mehr Sinne durch eine Maßnahme aktiviert werden, desto fester verankert sich diese Maßnahme im Kopf des Menschen.

Beim Lesen eines klassischen Magazins werden beim Leser in erster Linie der Sehsinn und der Tastsinn angesprochen. Durch eine gute grafische Aufbereitung des Magazins kann der Leser durch den Sehsinn positiv aktiviert werden. Der Tastsinn hingegen wird in der Regel allerdings nicht großartig gefordert, da sich die einzelnen Seiten eines Magazins meist gleich anfühlen – natürlich gibt es auch Ausnahmen.

Kommt nur die AR-Funktion hinzu, so wird der Tastsinn insofern erweitert, dass der Leser zusätzlich zur Haptik des Magazins auch mit seinem mobilen Endgerät interagieren muss. Ein ganz entscheidend wichtiger Punkt ist aber die Aktivierung eines dritten Sinnes: der Hörsinn. Durch Audio und Video wird der Leser stärker aktiviert, emotionalisiert und gefordert. Damit geht einher, dass der Leser sich mit dem Printmedium intensiver und länger auseinandersetzt. Die Informationen durch (Bewegt-)Bilder werden so viel einfacher aufgenommen. Es wird eine intensivere Vertrauensbasis zwischen Leser und (Print-)Medium aufgebaut, die letztendlich auch das Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Leser stärkt.

Werbeflächen mit flexiblen Botschaften
Foto: Nicolai Berntsen
Augmented Reality verstehen und richtig einsetzen - Werbefläche mit flexiblen Botschaften // Foto: Nicolai Berntsen

Eine Werbefläche, verschiedene Botschaften durch flexibel austauschbaren Content

Ein ganz entscheidender Vorteil von AR ist der flexibel austauschbare Content. Haben Sie zum Beispiel AR in Ihrem Produktkatalog integriert, so können Sie darüber ein Angebot bewerben, das nur bis zum einem bestimmten Zeitpunkt gültig ist. Ab diesem Zeitpunkt kann ein neues Angebot freigeschaltet werden, das der Kunde nur entdeckt, wenn er sich wieder mit dem Printprodukt und der AR-App auseinandersetzt. So bleiben Ihnen die Kosten vom Neudruck erspart und der Kunde kann sich neugierig mit dem Katalog auseinandersetzen.

Außerdem haben Sie über die AR-App die Möglichkeit, Ihren Kunden direkt zu erreichen. Sie benötigen keine persönlichen Adressen, um den neuen Katalog zuzusenden, sondern verschicken einfach über die App eine Push-Nachricht: „Wir haben neue Angebote! Einfach mit der App den Katalog scannen und tolle Preiskracher entdecken.“

Augmented Reality-Kampagnen auswerten – war meine Aktion erfolgreich?

Im Gegensatz zu klassischen Printkampagnen können Sie AR-Kampagnen auswerten – und somit können Sie auch Rückschlüsse auf den Anklang Ihrer Printausgabe ziehen. Die Auswertungsmöglichkeiten sind vielseitig, von „Klicks pro Seite“ und „Klicks pro Tag“ bis hin zu „Verweildauer pro Seite“ u.v.m. ist alles möglich. Je nach Belieben können Sie sich zusammenstellen, welche Auswertungen für Sie intern wichtig sind.

Außerdem können Sie auch Ihre bereits bestehende Auswertungsanwendung, wie beispielsweise Google Analytics, mit der von der AR-Kampagne kombinieren.
So lässt sich die Customer Journey bis zum Kaufprozess genauestens analysieren.

Ist Augmented Reality überhaupt etwas für meine Kunden?

Nun wissen Sie, wie Sie AR in Ihr Printprodukt integrieren können. Die Fragen, die noch offen bleiben: Was kostet der Spaß und wie funktioniert die Umsetzung? Bevor Sie sich mit diesen beiden Fragen beschäftigen, müssen Sie herausfinden, ob Ihr Kunde der ganzen Thematik gegenüber überhaupt aufgeschlossen ist und welche Erwartungen er damit verbindet. Stichwort: Zielgruppenanalyse. Dabei ist es wichtig, dass Sie nicht davon ausgehen, dass AR für Ihr Unternehmen uninteressant ist, weil Ihre Zielgruppe sich in einem Alter 50+ befindet. Auch diese Zielgruppe ist inzwischen affin im Umgang mit Smartphones. Viel wichtiger ist die Frage, was Ihre Zielgruppe überzeugt, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Ist Ihre Zielgruppe der Thematik "Augmented Reality" gegenüber aufgeschlossen?
Foto: Fabrizio Verrechia
Augmented Reality verstehen und richtig einsetzen - Zielgruppe analysieren // Foto: Fabrizio Verrechia

Lohnt sich der Kosten-Nutzen-Aufwand?

Ja! Er lohnt sich – denn für eine kleine AR-Kampagne müssen Sie zunächst nur wenig Geld in die Hand nehmen, um Erfolge zu erzielen. Schon ab 50,00 Euro monatlich können Sie mit der Umsetzung Ihrer AR-Idee starten. Nach oben gibt es preislich keine Grenze. Bei dem Einstiegspreis können natürlich keine Wunder erwartet werden, aber die Basis-Funktionen wie Einbindung von Videos, Bildern, Social Media und Verlinkungen sind problemlos möglich – und können eine hohe Wirkung erzielen. Wer eine eigene App mit zusätzlicher Push-Nachricht-Funktion, 3D-Objekt-Einbindungen oder integriertem Shop haben möchte, der muss natürlich etwas tiefer in die Tasche greifen. Je nach Funktionsumfang gibt es verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten.


In der nachfolgenden Infografik haben wir alle für Sie relevanten Informationen zu den Möglichkeiten der Umsetzungen zusammengefasst.
Die Grafik ist komplex – aber das bringt diese Thematik mit sich. Lassen Sie sich davon nicht abschrecken.

INFOGRAFIK Augmented Reality verstehen und richtig einsetzen: AR-Möglichkeiten im Überblick
Stand: Mai 2017
Gestaltung: BWH GmbH
INFOGRAFIK Augmented Reality verstehen und richtig einsetzen: AR-Möglichkeiten im Überblick // Infografik: BWH GmbH

Diese Infografik steht Ihnen auch als PDF-Download zur Verfügung: AR-Möglichkeiten im Überblick [Infografik BWH]

 

Titelbild: Daniel Hayes



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Ansprechpartner
Über den AutorNathalie Brunneke studiert Integrated Media & Communication an der Hochschule Hannover. Ihre Arbeitspraxis bekommt sie in crossmedialen Projekten bei BWH.
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Über den AutorNathalie Brunneke studiert Integrated Media & Communication an der Hochschule Hannover. Ihre Arbeitspraxis bekommt sie in crossmedialen Projekten bei BWH.
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