Die Gratispostkarte als modernes Werbemedium mit Fun-Faktor (am Beispiel CityCards) // Foto: Dayne Topkin (visual hunt)

Die Gratispostkarte als modernes Werbemedium mit Fun-Faktor

Wie die Gratispostkarte für crossmediale Kampagnen als Call-to-Action-Element dient

Du findest sie in Kneipen, Bars oder im Fitness-Studio. Deine Augen bleiben an ihnen hängen, du bleibst stehen, schmunzelst und steckst sie ein. Sie werden an Kühlschränke in Studenten-WGs gepinnt oder an Wände und Türen geklebt.

Jeder kennt sie: die Gratispostkarte zum Mitnehmen.

Trotz Facebook, Instagram, Snapchat und Co. sind gedruckte Gratispostkarte zum Mitnehmen immer noch begehrt. Aber woran liegt das? Schließlich kann ich den gleichen lustigen Spruch, den ich auf einer Postkarte lese, auch in den sozialen Medien finden, ihn abspeichern und ihn dort sogar direkt mit meinen Freunden teilen. Das geht einfach und schnell. In diesem Artikel gehen wir weiter auf dieses Werbemedium ein und zeigen, warum es auch in Zeiten der digitalen Medien modern ist – und was crossmediale Kampagnen und Call-to-Action-Elemente damit zu tun haben.

Event-Postkarte für Abdel Karim-Veranstaltung.
Eine Gratispostkarte von CityCards
Die Gratispostkarte als modernes Werbemedium mit Fun-Faktor: Event-Postkarte von Abdel Karim (CityCards)


Auf den Postkarten findet man witzige Sprüche, beeindruckende Bilder, skurrile Fragen. Manche sind frech, treffen deinen Nerv oder ein Gefühl, und manche sind weniger ansprechend. Doch die Intention der Gratispostkarte ist die Gleiche: hinter jeder noch so lustigen Postkarte versteckt sich eine Botschaft. Das kann eine Werbebotschaft, eine Eventankündigung oder eine Kunstdarstellung in Form von Fotografie, Malerei, Poetrie, oder Cartoons sein. Und genau das ist der Grund, warum Postkarten in der Gesellschaft trotz Digitalisierung und sozialer Medien so gut ankommen.

„Digitale Geschichten sind nicht wirklich erlebbar. Sie können nicht angefasst werden, nicht gerochen oder geschmeckt werden. Das ist alles sehr abstrakt und kurzlebig.“

Michael Hübner, Key Account Manager bei novum! Werbemedien


Die Gratispostkarte als emotionaler Werbeträger

Im Gegensatz zu digitalen Medien ist die Postkarte ein Werbeträger, der ganz stark emotional aufgeladen werden kann. Durch Haptik und Geruch können mit einer Postkarte mehr Sinnesorgane beim Rezipienten angesprochen werden als mit einem Bild auf Facebook. Denn zusätzlich zum Sehsinn werden auch der Tastsinn und der Geruchssinn aktiviert. Je mehr Sinne angesprochen werden, desto intensiver setzt sich der Rezipient mit dem Gegenstand auseinander und desto länger bleibt ihm dieser im Gedächtnis. Genau das soll mit einer Gratispostkarte erreicht werden: der Betrachter soll sich mit dem Inhalt der Karte näher auseinandersetzen und zum werbenden Unternehmen gelenkt werden. Das gelingt häufig, indem die Gratispostkarte als Call-to-Action-Medium eingesetzt wird.

Postkarte über die Klimahelden Hannover-App
Eine Gratispostkarte von CityCards
Die Gratispostkarte als modernes Werbemedium mit Fun-Faktor: Postkarte über die Klimahelden Hannover-App (CityCards)

 

„Ambient Medien, zu denen auch die Gratispostkarte gehört, werden inzwischen häufig mit den digitalen Medien verknüpft. Sie sind sehr nah an der Zielgruppe gestaltet und sie fordern diese auf, in den digitalen Bereich zu gehen, um dort eine Aktion durchzuführen.“

Oliver Antonio Esmail, Geschäftsführer von novum! Werbemedien (CityCards).


Die Gratispostkarte ist auch für crossmediale Kampagnen bestens geeignet

Im Ambient Media Trendbarometer 2017 des Fachverbands ambientmedia e. V. und der Online Research GmbH Marketagent.com wurde die Verknüpfung von digitalen Medien mit Ambient Medien untersucht. Das Ergebnis dieser Studie lautet: 70,7% der 287 Befragten sind der Meinung, dass Ambient Medien eine Call-to-Action zur Beeinflussung von digitalem Verhalten schaffen. Dabei werden folgende Punkte als besonders bedeutungsvoll eingestuft:

  • Aufmerksamkeit,
  • ungewöhnliche Aktionen,
  • richtige Kundenansprache
  • und motivierende Wirkung.

Ebenfalls wurde in der Studie überprüft, wie die Synergien von Ambient Media zu Mobile eingeschätzt werden. 70,4% der Befragten schätzen die Synergien als „gut“ ein; 15,0% sogar als „sehr gut“. Zusammengefasst zeigt diese Studie auf, dass Ambient Medien, und damit auch die Gratispostkarten, am Markt weiterhin ein großes Potenzial aufweisen. Doch hierbei ist wichtig, keine strikte Trennung zwischen Digital und Print vorzunehmen. Sie wirken als simultane Werbemaßnahme. 

Event-Postkarte für Street Art Summer von Gundlach Bau und Immobilien
Eine Gratispostkarte von CityCards
Die Gratispostkarte als modernes Werbemedium mit Fun-Faktor: Event-Postkarte von Gundlach (CityCards)

 

Die Kombination aus Print und Digital wird auf den meisten Gratispostkarten so umgesetzt, dass eine Aufforderung zur Handlung integriert wird:

  • in Form von kurzen Links (damit man sie auch abtippen kann),
  • dem entsprechenden Namen des Unternehmens in den sozialen Medien
  • oder als QR-Code.

Es handelt sich um eine Art Teaser für Veranstaltungen oder Aktionen. In den sozialen Medien wird über eine solche Aufforderung oft schnell hinweggescrollt und nie wieder gesehen, die Gratispostkarte bleibt sichtbar!

Die Gratispostkarte am Kühlschrank ist ständig im Blickfeld, zieht Aufmerksamkeit auf sich und beim fünften Hinsehen entscheidet sich der Betrachter eventuell, die Aktion nun auszuführen.

Wenn der Betrachter einer Gratispostkarte es so weit geschafft hat, dass er den Medienbruch von Print zu Digital überwunden hat, dann ist sein Interesse für das Thema offenbar so hoch, dass er sich damit weiter auseinandersetzen möchte. Daher werden ihm in der digitalen Welt folglich weitere Informationen zum Unternehmen oder zum Thema geboten. Im besten Fall folgt an dieser Stelle die Königsdisziplin des Call-to-Action: aus einem Betrachter wurde ein Interessent. Der Interessent kauft ein Produkt, stellt eine Anfrage, nimmt Kontakt auf.

Die Gratispostkarte als Image-Träger für die gewünschte Zielgruppe

Allgemein setzen Unternehmen Gratispostkarten eher mit den Zielen Imagebildung und Reichweite ein und nicht, um eine direkte Absatzsteigerung hervorzurufen. Dabei spielt die Zielgruppe eine wichtige Rolle. Nicht jedes Unternehmen möchte jede Zielgruppe mit ihrer Karte erreichen. Dazu sagt Maria Glaser-Jiménez, Leiterin des Verkaufs in der Metropolregion Hannover bei novum! Werbemedien: „Es kommt darauf an, was der Kunde möchte. Ein 15-Jähriger findet beispielsweise viele kulturelle Karten für Museen nicht ansprechend. Doch sollen diese Karten auch nicht von 15-Jährigen mitgenommen werden, die sich nicht für Museen interessieren. Die Karte soll von demjenigen mitgenommen werden, der sich für die Ausstellung im Museum interessiert, auch wenn dann am Ende nicht alle Karten mitgenommen werden.“

Postkarte von Messe Gastronomie Hannover mit Jobangebot
Eine Gratispostkarte von CityCards
Die Gratispostkarte als modernes Werbemedium mit Fun-Faktor: Postkarte von Messe Gastronomie Hannover (CityCards)

 

Keine Kampagne ohne Auswertung – die Synergien der Medienformate nutzen

Wie effektiv diese Art der Werbemaßnahme ist, lässt sich über verschiedene Wege auswerten. Zum einen kann vor Ort nachgezählt werden, wie viele Gratispostkarten letztendlich mitgenommen wurden. Das allerdings liefert nur Informationen darüber, ob die Karte optisch und inhaltlich ansprechend wirkt, nicht aber darüber, ob die Werbewirkung des Unternehmens effektiv war.

Über die digitale Synergie zwischen Print und Digital wird die Werbewirkung der Gratispostkarte jedoch auswertbar. Es kann beispielsweise getrackt werden, wie oft der Link aufgerufen wurde oder wie viele User am angeteaserten Gewinnspiel teilgenommen haben. Wie das geht? Für das Medienformat „Gratispostkarte“ einen eigenen Link (Domain oder Subdomain) zur Homepage anlegen oder mit einem auswertbarem Parameter erweitern. So lassen sich für Kampagnen in Analyse-Tools gezielt die Quellen sichtbar und auswertbar machen. Ein weiterer wichtiger Punkt zur Auswertung ist das Feedback der erreichten Zielgruppe.

Noch mehr zu diesem Thema im Interview

Viele weitere spannende Infos über die CityCards-Arbeit von novum! Werbemedien sowie Daten, Zahlen und Fakten des Ambient Media Geschäftes können Sie in unserem Interview mit novum! („Die Gratispostkarte steht für eine gewisse Sympathie.“ [Interview]) nachlesen. novum! Werbemedien produziert seit 20 Jahren ihre CityCards für Hannover, Braunschweig und Göttingen sowie z. T. auch für nationale Schaltungen bei BWH. Wir sind stolz auf diese lange, erfolgreiche Zusammenarbeit.

 

Titelbild: Dayne Topkin



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Ansprechpartner
Über den AutorNathalie Brunneke studiert Integrated Media & Communication an der Hochschule Hannover. Ihre Arbeitspraxis bekommt sie in crossmedialen Projekten bei BWH.
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Über den AutorNathalie Brunneke studiert Integrated Media & Communication an der Hochschule Hannover. Ihre Arbeitspraxis bekommt sie in crossmedialen Projekten bei BWH.
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