Augmented Reality-Praxisbeispiele: Diese Unternehmen verknüpfen Print und Digital - von Gastautor im BWH-Magazin Timo von Bargen, appear2media // Foto: Kace Rodriguez

Praxisbeispiele: Diese Unternehmen verknüpfen Print und Digital mithilfe von Augmented Reality

Diese Praxisbeispiele von Unternehmen zeigen, wie die Haptik von Print verknüpft mit multimedialen Inhalten für eine eindrucksvolle Customer Journey sorgt.

In einer Zeit, in der Printprodukte es zunehmend schwerer haben, gegen digitale Medien erfolgreich zu bestehen, schafft Augmented Reality (AR) die ideale Verknüpfung von Print und Digital – eine Verbindung, die sich nutzen lässt, um Verkäufe zu erhöhen und den Informationsnutzen für die jeweils angesprochene Zielgruppe deutlich zu verbessern.

Was AR überhaupt ist, für wen das Thema interessant ist und wie diese Technologie umgesetzt werden kann, kann im Artikel „Augmented Reality verstehen und richtig einsetzen“ nachgelesen werden. Im heutigen Artikel zeigt unser Gastautor Timon von Bargen von appear2media praxisorientiert anhand von vier Beispielen, welche Unternehmen bereits in AR investieren und wie sie diese Technik erfolgreich für sich nutzen.

Alle gezeigten Beispiele haben als Grundlage für ihre AR-Umsetzung die White-Label-App actionList. Die actionList ist ein Grundgerüst für eine AR-App. Dieses Grundgerüst kann entweder als Universal-App ohne Branding genutzt oder individuell für ein Unternehmen gestaltet werden. App-Name, Branding und Features werden nach Kundenwunsch eingerichtet, sodass eine unternehmenseigene App entsteht, die für Apple- und Android-Nutzer zum Download im jeweiligen Store kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Print und multimediale Inhalte lassen sich durch Augmented Reality miteinander kombinieren.

Los geht es mit den angekündigten Beispielen:

1. Einkaufen mit Augmented Reality – Beispiel eines Produktkataloges

Nachdem ein Kunde sich entweder im Katalog oder online über die Website die entsprechenden Produkte ausgesucht hatte, erfolgte bisher im Normalfall eine Bestellung bei dem Unternehmen telefonisch. Durch AR ist nun eine Bestellung direkt aus dem Katalog möglich:

  • Die AR-App erkennt die jeweiligen Produkte auf einer Katalogseite und ordnet ihr automatisch eine Produktliste mit Buttons zu, die durch einfaches Antippen weitere Produktdetails zeigen und eine Aufnahme in den Warenkorb ermöglichen.
  • Auch spannende Produktvideos lassen sich so abrufen.
  • Mit der virtuellen Einkaufsliste wird die Bestellung durch einen simplen Touch ganz einfach ermöglicht.
  • Der „Umweg“ über ein Telefonat oder die Onlinerecherche entfällt.

Noch bequemer, schneller und sicherer geht Einkaufen und Bestellen de facto nicht mehr.


AR-Praxisbeispiele: Einkaufen mit AR – Beispiel eines Produktkataloges
Quelle: appear2media
AR-Praxisbeispiele: Verknüpfung Print und Digital - Einkaufen mit AR – Beispiel eines Produktkataloges von appear2media


Durch dieses Vorgehen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das im Katalog Gesehene auch unmittelbar zur Bestellung führt. In diesem Sinne ist die Technologie ein echtes Verkaufsförderungsinstrument.

2. Reisen suchen und buchen – Beispiel IST-Reisekataloge

ITS Reisen ist eine Marke der zur Rewe Group gehörenden DER Touristik GmbH und einer der größten Reiseveranstalter am deutschen Reisemarkt. Mit einem Marktanteil von rund 18 Prozent ist ITS die Nummer 2 im Reisegeschäft hierzulande. Bei den Reisekatalogen bietet ITS ihren Kunden nun Augmented Reality.

Wer kennt es nicht: das Blättern durch gedruckte Kataloge auf der Suche nach der richtigen Reise oder dem Hotel für den Urlaub.

Bisher mussten interessante Angebote aus der großen Auswahl entsprechend markiert oder mit Lesezeichen versehen werden. Das Wiederfinden und Priorisieren konnte zu einem mühsamen Unterfangen werden. Durch AR ist das Stöbern nun kein Problem mehr. Mit der AR-App kann der Kunde die Katalogseiten scannen. Dabei werden ihm die Angebote digital angezeigt, die er einer Merkliste zufügen kann. Auf Wunsch kann er sich ebenfalls mit dem nächsten Reisebüro verbinden lassen.

AR-Praxisbeispiele: Reisen suchen und buchen mit AR – Beispiel eines Reisekataloges
Quelle: appear2media
AR-Praxisbeispiele: Verknüpfung Print und Digital - Reisen suchen und buchen mit AR – Beispiel eines IST-Reisekataloges mit App von appear2media


Zu den einzelnen Hotels oder Reisen können außerdem interessante Zusatzinformationen abgerufen werden. Zusätzliche Fotos oder Videos schaffen einen besseren Eindruck und erleichtern die Entscheidung für ein bestimmtes Angebot.

Dank AR können die Kataloge von ITS Reisen einen echten Mehrwert gegenüber „normalen“ Reisekatalogen bieten. Die Auswahl und Buchung wird wesentlich erleichtert. Damit schafft ITS beste Voraussetzungen, um auch weiterhin am deutschen Reisemarkt weit vorne zu sein.

3. Besser Lernen dank Augmented Reality – Beispiel Klett-Sprachbücher

Der Ernst Klett Verlag ist einer der renommiertesten deutschen Schulbuch-Verlage, der mit seinen Publikationen eine große Bandbreite an Bildungsthemen abdeckt. Zum umfangreichen Sortiment gehören auch Sprachbücher, mit denen sich Fremdsprachen lernen lassen. Gerade dabei kommt es darauf an, gedruckte fremdsprachliche Texte nicht nur zu lesen und zu verstehen, sondern auch zu hören. Denn nur wer weiß, wie sich Wörter in einer anderen Sprache anhören, wird die richtige Aussprache lernen und selbst anwenden können – eine wichtige Voraussetzung, um sich später verständigen zu können.

Auch hier hilft AR weiter. In der AR-App des Klett-Verlags werden die jeweiligen Inhalte einer Sprachbuch-Seite erfasst und dazu passende Sound-Dateien geliefert, mit denen sich Anwender Sprach-Beispiele anhören können.

AR-Praxisbeispiele: Beispiel einer Print- und Digital-Kombination im Klett-Verlag
Quelle: appear2media
AR-Praxisbeispiele: Verknüpfung Print und Digital - Besser Lernen dank AR – Beispiel Klett-Verlag
AR-Praxisbeispiele: Besser Lernen dank AR – Beispiel eines Sprachbuches des Klett-Verlags
Quelle: appear2media


Ein Wörterbuch ist ebenfalls integriert. Die gespeicherten Sound-Dateien lassen sich unabhängig von der Nutzung des Sprachbuchs immer wieder aufrufen und unterstützen so den Lernprozess.

Nur wer weiß, wie sich Wörter in einer anderen Sprache anhören, wird die richtige Aussprache lernen.

Mit der App wird das Lernen lebendiger und macht mehr Spaß. Die Anwendung ist ein schönes Beispiel dafür, wie AR die Realität erweitern kann und gedruckten Inhalten mit virtuell bereitgestellten Informationen einen zusätzlichen Nutzen verleiht.

4. Mehr Vorfreude auf Operngenuss – Beispiel Spielzeitheft der Oper Leipzig

Oper ist vor allem ein Seh- und Hörerlebnis. Spielzeit- und Programmhefte können mit ihren gedruckten Texten und Bildern nur einen unvollkommenen Eindruck von diesem Seh- und Hörerlebnis vermitteln. Für die Oper Leipzig, eines der traditionsreichsten Opernhäuser Deutschlands, dessen Geschichte bis ins Jahr 1693 zurückreicht, war dieses ein Anlass nach Wegen zu suchen, um das Spielzeitheft attraktiver zu gestalten und die dort dargestellten Aufführungen „wahrnehmbarer“ zu machen.

Beim Spielzeitheft 2016/17 wurden die Chancen von AR erstmals umfassend genutzt. In dem Heft, das mit 241 Seiten fast Buchformat hat, wurden an insgesamt 26 Stellen AR-Funktionen integriert. Heftlesern wurde damit die Möglichkeit geboten, mithilfe der App – beim Lesen des Heftes an den jeweiligen Stellen – Inhalte zu scannen und passend dazu Videos abzurufen.

AR-Praxisbeispiele: Mehr Operngenuss im Print mit AR – das Spielzeitheft der Oper Leipzig
Quelle: appear2media
AR-Praxisbeispiele: Verknüpfung Print und Digital - Spielzeitheft der Oper Leipzig mit AR


Mit diesen bewegten Bild- und Ton-Dokumenten wird ein viel authentischerer Eindruck der entsprechenden Opernaufführung vermittelt, als dies ein Foto oder eine Beschreibung könnte. Der Informationsgehalt des Spielzeitheftes wird dadurch deutlich erweitert. Die Oper Leipzig ist mit dieser Lösung ein Vorreiter unter Deutschlands Opernhäusern. Die nächsten Spielzeithefte sind schon geplant und werden ebenfalls AR-Elemente enthalten.

Fazit: Mit nur wenig Aufwand und zu überschaubaren Kosten kann Augmented Reality eine Online-Offline-Verbindung herstellen. Die Haptik von Print, verknüpft mit multimedialen Inhalten, führt zu einer eindrucksvollen Customer Journey:

  • erleichterte Entscheidungsprozesse,
  • Verkaufsförderung,
  • vereinfachte Informationsaufnahme,
  • authentische Eindrücke
  • und den nicht zu vergessenen Spaßfaktor.

 

Titelbild: Kace Rodriguez



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Über den AutorTimoa0jodn vonsi Bargen2yu (t.vonbarg3imcen@aue30ppear219medi/vjea.d3ady9e) ist Head of Sales & Co-founder von appear2media in Hamburg. Er bietet Softwarelösungen mit Augmented Reality Technologien, die automatisiert die Offline-Welt mit der Online-Welt verknüpfen.
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Über den AutorTimoa0jodn vonsi Bargen2yu (t.vonbarg3imcen@aue30ppear219medi/vjea.d3ady9e) ist Head of Sales & Co-founder von appear2media in Hamburg. Er bietet Softwarelösungen mit Augmented Reality Technologien, die automatisiert die Offline-Welt mit der Online-Welt verknüpfen.
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