Lieblingsbücher: Ein Mann namens Ove // Foto: Mikael Kristenson

Lieblingsbücher: Ein Mann namens Ove

Alle lieben Ove: der Nummer-1-Bestseller aus Schweden

Von Fredrik Backman, 384 Seiten, S. FISCHER Verlag GmbH

Ove ist ein alter Grummel, das war er schon immer, sagte seine Frau und nahm es mit Humor. Dann starb seine Frau.

Nun ist Ove allein und wurde an einem Montag in den Vorruhestand geschickt. Das gefällt ihm nicht und so beschließt er, einen ordentlichen Haken in die Decke einzubringen. An dem will er sich aufhängen, um endlich wieder bei seiner Sonja zu sein.

Soziale Kompetenz ist nicht seine starke Seite, da ist er wie sein Vater. Als seine Mutter starb, die gerne redete und sang, sagte sein Vater, dass sie alle Worte mitgenommen hätte, sodass für beide nicht viel übrig blieb, worüber sie reden konnten, außer über Motoren und Reparaturen.

Für Ove war die Welt schwarz-weiß und Sonja war die Farbe, alle Farbe. Als Sonja starb, nahm sie die Farbe mit.

Foto: S. FISCHER Verlag GmbH
Lieblingsbücher: Ein Mann namens Ove // Foto: S. FISCHER Verlag GmbH

Deshalb beschließt er zu sterben. Allerdings kommt ihm das Leben dazwischen. Ob es nun die neuen Nachbarn sind, die Hilfe brauchen, oder die alten Nachbarn, die ihn nerven, oder die Bewohner der Siedlung, die ihren Müll nicht ordentlich sortieren können, oder die Jugendlichen, die ihre Fahrräder nicht ordnungsgemäß im Fahrradschuppen abstellen.

Selbst als er sich verzweifelt ins Gleisbett vor einen Zug werfen will, mit schlechtem Gewissen, denn eigentlich will er dem Zugführer ja keine Umstände machen, kommt ihm ein Fremder in die Quere, der ohnmächtig vom Bahnsteig kippt.

Also rettet Ove ihm das Leben und ist nun zu allem Überfluss für die Öffentlichkeit ein Held.

Das kann er nicht leiden. Auch die Katze nicht, die er vor einem Hund und einer Schneewehe gerettet hat. Aber die Katze stört das nicht und folgt ihm auf Schritt und Tritt. Macht seine morgendlichen Rundgänge mit, fährt mit ihm Auto, nur die Zeitungen, die er extra auf den Sitzen auslegt, ignoriert sie. Wegjagen will er sie nicht, weil er weiß, dass Sonja dann mit ihm schimpft, wenn er zu ihr kommt.

So hat er viel zu viele Menschen und eine Katze um sich herum, die ihn alle daran hindern zu sterben.

Das nimmt er ihnen wirklich übel. Ein bisschen. Manchmal.

Anfangs erinnerte mich das Buch an den Film „Gran Torino“ von und mit Clint Eastwood, aber das legte sich bald.

Es gibt Kritiker, die das Buch zerreißen, Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Nur so viel: Wer dem 100-Jährigen nicht folgen konnte, der sollte Ove nicht versuchen.
Mir hat es gefallen, sehr sogar.

PS: Für alle Nichtleser gibt es Ove als Film.



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Über den AutorBirgit dr77Roxcsey6wjnbaumf6ht (b.rosenbauwgtm@bw58y4-h.deau0o) hat noch den Bleisatz kennengelernt und ist seit Langem Korrektorin bei BWH – Rechtschreibung/Grammatik sowie Typografie sind ihr echte Herzensangelegenheiten.
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