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Campanda setzt mit ihrem gedruckten Kundenmagazin bewusst auf einen Medienwechsel [Interview] // Titelbild: Lawton Cook

Campanda setzt mit ihrem gedruckten Kundenmagazin bewusst auf einen Medienwechsel

Im Interview mit Susan Levermann über Kundenbindung, Reichweite und die Stärkung von Vertrauen

Susan Levermann,
Content-Marketing-Managerin bei Campanda
Im Interview mit Susan Levermann von Campanda über das Kundenmagazin

Ich reise gerne. An einen Urlaub im Wohnmobil habe ich auch schon einmal gedacht, aber konkret wurde es bisher nicht. Dann fiel mir zufällig das Campanda Magazin in die Hände. Campanda ist eine Online-Plattform, über die sich Wohnmobile mieten und auch vermieten lassen.

In diesem Kundenmagazin wird vor allem der Camperneuling an die Hand genommen, mit Tipps und Inspiration versorgt und ermutigt, doch einfach mal einen Camperurlaub anzugehen. Ich habe auch sofort Lust bekommen und gedacht: ja, wäre ich schon Campanda-Kundin, dann wäre dieses Kundenmagazin eine gelungene Festigung der Anbieter-Kunden-Beziehung.

Und genau darüber habe ich mich mit Susan Levermann, Content-Marketing-Managerin bei Campanda, ausgetauscht und möchte hier zeigen, warum es sich auch für Online-Plattformen lohnt bei speziellen Kommunikationsformaten auf Print zu setzen.

BWH: Wie sind die Reaktionen der Campanda-Kunden auf das gedruckte Kundenmagazin ausgefallen?

Susan Levermann: Unser „Campanda Magazin – Freiheit neu erfahren“ ist insgesamt sehr gut angenommen worden und wir haben viel positives Feedback, inhaltliche Anregungen und Wünsche dazu bekommen. Insbesondere die praktischen Artikel, die wir gezielt zur Vorbereitung für und als Hilfestellung während der Reise konzipiert haben, gefielen unseren Lesern.

Einblick in das gedruckte Campanda-Kundenmagazin - Titelseite
Foto: BWH
Einblick in das gedruckte Campanda-Kundenmagazin - Titelseite // Foto: BWH

Wie lange hat es gedauert: von der Idee bis zum fertigen Magazin in der Hand?

Susan Levermann: Bis auf den Druck haben wir das Magazin komplett inhouse umgesetzt. Dabei war uns wichtig, zum einen die richtigen Rubriken zu finden und zum anderen in den Artikeln einen wirklichen Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen. Das hat natürlich, gerade beim ersten Magazin, auch einen hohen Arbeitsaufwand zur Folge. Insgesamt haben wir rund sechs Monate daran gearbeitet, was sowohl die Ideen- und Themenfindung, das Schreiben der Texte, als auch die Bildrecherche, Design und Layout sowie den Druck beinhaltete.

Bisher wurde das Kundenmagazin nur an Bestandskunden verschickt. Die Aufbereitung und die Themenwahl sind vielfältig und kurzweilig, dass es selbst Personen anspricht, die sich bisher keinen Wohnmobilurlaub vorstellen konnten. Eine gute Grundvoraussetzung für ausgedehntere Marketingaktivitäten. Ist so etwas geplant?

Susan Levermann: Ja, eine gute Grundvoraussetzung ist sicherlich gegeben. Camping und Outdoor liegen zudem voll im Trend. Jährlich werden es immer mehr, die das Hotelzimmer oder die Airbnb-Wohnung gegen Zelt oder eben Camper eintauschen. Da wäre ein regelmäßiges Campanda Magazin, das sich auch an Noch-nicht-Kunden richtet, durchaus denkbar. Konkrete Details gibt es aber dazu noch nicht.

Was erhofft sich Campanda von dem Kundenmagazin?

Susan Levermann: Wir wollten abseits des klassischen Marketings wandeln und in die Lebenswelt unserer Kunden eintreten.

Für ein Start-up heißt es dann eben auch mal auf ein Magazin zu setzen, wenn es doch sonst fast ausschließlich online „zur Sache“ geht.

Susan Levermann

Mit diesem Medienwechsel – weg von der Plattform und hin zum Magazin – erhoffen wir uns vor allem das Vertrauen unserer Kunden sowie zusätzliche Reichweite. Wir wollen als Experte im Bereich Camping überzeugen und in Erinnerung bleiben.

Wir kennen es doch auch alle: Täglich überfluten diverse Newsletter unser Postfach, die meisten deshalb, weil wir zu bequem sind, uns abzumelden. Also löschen wir viele ungelesen. Dazu konkurrieren Netflix, Whatsapp, amazon, Google und Co. zu jeder Zeit um ein Fünkchen unserer Aufmerksamkeit. Ein gedrucktes Magazin hat da einen entscheidenden Vorteil, denn wir haben Leute erreicht, die man per E-Mail nicht mehr erreicht. Newsletter öffnen nur wenige, aber die Post schmeißt man für gewöhnlich nicht ungeöffnet in den Papierkorb und ähnlich verhält es sich mit einem Magazin.

Campanda ist eine Online-Plattform, um Wohnmobile zu mieten. Sie haben sich für ein gedrucktes Magazin zur Kundenpflege entschieden und das gerade auch nachvollziehbar begründet. Ist das nicht oldschool? Ist Ihre Zielgruppe nicht eher online-affin?

Susan Levermann: Ja, das ist sie. Auf der anderen Seite: Ist Camping nicht klassischerweise auch irgendwie offline und mit dem Attribut oldschool behaftet, obwohl es mehr und mehr im Trend liegt? In jedem Fall geht es darum, dem Alltag mal zu entfliehen, zu entspannen und Energiereserven aufzutanken, wenn Handy, Tablet und Laptop vielleicht einfach mal in der Tasche bleiben.

Man geht beim Campen quasi bewusst offline und bricht im Urlaub die Routine: Greift zum Buch statt zur Fernbedienung, schaut auf die Sterne anstatt Netflix, man genießt quasi mit allen Sinnen.

Susan Levermann

Da macht ein Printmagazin, das man sehen, anfassen und riechen kann, schon irgendwie Sinn.

Warum also Print? Die Kunden buchen bei uns meist einmal im Jahr. Campanda ist dabei der kompetente Partner auf allen Kanälen: von der Unterstützung bei der Anmietung bis hin zu allen Fragen rund um die Reise und mit dem Magazin kann man uns sogar mit nach Hause nehmen. Gerade in einem Start-up ist es zudem wichtig, Dinge auszuprobieren, sich selbst auch mal neu zu erfinden, denn nur so kann man mehr über seine Zielgruppe erfahren. Am Ende ist ein guter Marketing-Mix entscheidend und dieser beinhaltet eben auch Offline-Maßnahmen.

Seit 2015 gibt es das Online-Magazin. Es sind mittlerweile an die 100 Artikel für Reisende und Wohnmobilbesitzer online. Wie sind Sie da bei der Themenwahl für das gedruckte Kundenmagazin vorgegangen? 

Susan Levermann: Bei der Themenwahl für unser Printmagazin hatten neben der Expertise des Teams verschiedene Faktoren ihren Einfluss. So haben wir beispielsweise analysiert, welche Artikel unseres Online-Magazins eine hohe Relevanz bei unseren Lesern haben. Mithilfe von SEA und unserem Kundenservice haben wir einen Eindruck bekommen, welche Fragen unsere Kunden häufig umtreiben. Generell war die Analyse der Zielgruppe wichtig für die Themenfindung, denn ein großer Teil unserer Mieter ist nicht nur das erste Mal mit einem Mietcamper, sondern generell das erste Mal mit einem Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs. Da ist natürlich jeder Tipp, der die anstehende Reise vereinfacht, gern gesehen.

So sind zum Beispiel die Ratgeber und die Packliste oder auch die einfachen Campingrezepte gut bei den Lesern angekommen. Bei den vorgestellten Destinationen haben wir uns entschieden, Klassiker mit aktuellen Trends zu paaren, um so auch Inspiration für zukünftige Reisen zu liefern.

Einblick in das gedruckte Campanda-Kundenmagazin - Tipps // Fotos: BWH
Einblick in das gedruckte Campanda-Kundenmagazin - Rezepte // Fotos: BWH
Einblick in das Campanda-Kundenmagazin - Tipps zu Campingküche, Rezepte und Familienurlaub
Fotos: BWH
Einblick in das gedruckte Campanda-Kundenmagazin - Tipps zu Campingküche, Rezepte und Familienurlaub // Fotos: BWH

Wie messen Sie, ob Ihr gedrucktes Kundenmagazin erfolgreich ist und wie definieren Sie Erfolg für ein Kundenmagazin?

Susan Levermann: Wenn es um Content geht, und das ist ein Magazin ja schlussendlich, ist etwas erfolgreich, wenn es zum einen gelesen wird und zum anderen in Erinnerung bleibt sowie die Kunden anregt, auch zukünftig mit uns zu interagieren. Beim Magazin geht es um eine langfristige Erhöhung des Kundenwertes. Dafür vergleichen wir verschiedene Kohorten – wir wissen ja, wer das Magazin bekommen hat und wer nicht – und schauen dann im nächsten Jahr auf diese Gruppen.

In der nächsten Saison werden wir sehen, ob das Kundenmagazin zu einem höheren Warenkorb und einer höheren Buchungsquote führt.

Susan Levermann

Wenn wir also die Kunden mit Unterstützung des Magazins dazu motivieren können, wieder und vielleicht sogar häufiger oder länger mit uns zu buchen, dann war es ein Erfolg.

Darüber hinaus haben wir unsere Empfänger auch explizit nach ihrer Meinung sowie nach Anregungen und Verbesserungsvorschlägen zum Magazin befragt. Dabei haben wir gesehen, dass unser Plan, das Magazin als Ratgeber und Begleiter rund um den Campingurlaub zu konzipieren, gut aufgegangen ist und unsere Kunden auch weitere Ausgaben mit weiterführenden Themen in den Rubriken gut finden würden.

Einblick in das gedruckte Campanda-Kundenmagazin - Packliste // Fotos: BWH
Einblick in das Campanda-Kundenmagazin
Packliste & Tipps
Fotos: BWH
Einblick in das gedruckte Campanda-Kundenmagazin - Tipps // Fotos: BWH

Setzen Sie neben dem Magazin noch an anderen Stellen auf gedruckte Werbung?

Susan Levermann: Tatsächlich nein. Allerdings setzen wir auch mit TV auf Offline, einfach um Menschen zu erreichen, die bisher noch gar nicht wissen, dass es dieses Produkt gibt und es zudem spannend für sie sein kann. Insbesondere über TV und Print lassen sich natürlich Emotionen, die beim Reisen einfach eine große Rolle spielen, gut transportieren. Und auch wenn TV mehr und mehr einbricht, hat es immer noch mit die größten Reichweiten.

Frau Levermann, vielen Dank für das Interview.


Anmerkung: Susan Levermann ist inzwischen Content Marketing Managerin bei zenloop und nicht mehr bei Campanda tätig.
Teaserbild: Lawton Cook (unsplash)



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Über den AutorJessica Weigel kümmert sich um Digitales Publizieren und die Projekte im Haus BWH – von der Wissensbilanz, über Publishing Services bis zum qualifizierten Projektmanagement. Außerdem ist sie reiselustig und festivalerfahren.
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